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SEVRIT

SEVRIT - Produktion und Qualitätssicherung von Stammzell-abgeleiteten extrazellulären Vesikeln für neuartige regenerative und immunmodulierende Therapieansätze 

Die sogenannten „mesenchymalen“ Stammzellen wirken bei vielen Erkrankungen regenerativ und entzündungshemmend. Neuere Forschungen legen nahe, dass diese therapeutischen Effekte vor allem auf die „extrazelluläre Vesikel“ (EV) dieser Zellen zurückgehen. Das Forschungsprojekt SEVRIT („Produktion und Qualitätssicherung von Stammzell-abgeleiteten Extrazellulären Vesikeln für neuartige regenerative und immunmodulierende Therapieansätze“) soll die EV-Produktion von mesenchymalen Stammzellen optimieren – zunächst für Patienten mit Komplikationen nach Knochenmark-/Stammzelltransplantationen. Es wird ab dem 1. Juli 2016 im Leitmarktwettbewerb Lebenswissenschaften der EU und des Landes NRW mit rund 2,9 Mio. Euro gefördert. Das gesamte Projektvolumen beträgt ca. € 3,2 Mio.

Extrazelluläre Vesikel übertragen biologische Signale zwischen den Zellen und lenken viele Prozesse im menschlichen Körper. Am Universitätsklinikum Essen wurde dieses Potential erstmalig im Rahmen eines individuellen Heilversuches dokumentiert. Durch eine eskalierende MSC-EV-Therapie wurde die Symptomatik einer Patientin mit steroidrefraktärer akuter Graft-versus-Host Disease (GvHD), für die es keine konventionelle Behandlungsoption mehr gab, deutlich verbessert.

Da EV-Therapien gegenüber „klassischen“ Stammzelltherapien den wichtigen Vorteil bieten, dass MSC-EVs kein eigenes tumorigenes Potenzial besitzen, steril-filtrierbar und therapeutisch einfacher anzuwenden sind und prinzipiell auch aus Zellkulturüberständen von Zelllinien gewonnen werden können, verfolgen wir das übergeordnete Ziel, den sicheren therapeutischen Einsatz von MSC-EVs für eine größere GvHD-Patientenkohorte vorzubereiten und mittelfristig die MSC-EV-Behandlung auf verschiedene Krankheitsbilder auszudehnen. 

Projektpartner sind das Institut für Transfusionsmedizin, die Klinik für Knochenmarktransplantation, die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und das Institut für Medizinische Mikrobiologie am UK Essen sowie das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund, die Particle Metrix GmbH und die PL BioScience GmbH.

Ansprechpartner an der KMT-Klinik:

Dr. med. Dr. phil. Lambros Kordelas

Dr. med. Dr. phil. Lambros Kordelas

Oberarzt

+49 201 723-3136 +49 201 723-5961 E-Mail schreiben